Antidiskriminierung
Gemeinsam gegen Diskriminierung an der Hochschule Neubrandenburg
Die Hochschule Neubrandenburg setzt sich dafür ein, eine gleichberechtigte und vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Mitarbeitenden, Lehrenden und Studierenden zu fördern. Ein respektvoller und wertschätzender Umgang ermöglicht allen Mitgliedern und Angehörigen der Hochschule Neubrandenburg eine gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsplatz, in der Forschung, der Lehre und im Studium.
Beratungsangebote
Aktuelles
In Gedenken an Prof. Dr. Claudia Steckelberg
Wir trauern um unsere Kollegin und Vorsitzende des Antidiskriminierungsrates der Hochschule Neubrandenburg Prof. Dr. Claudia Steckelberg, die am 20. September 2026 nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben ist.
Claudia Steckelberg war Sozialarbeiterin und promovierte Erziehungswissenschaftlerin. Seit 2013 hatte sie am Fachbereich Soziale Arbeit, Bildung und Erziehung unserer Hochschule die Professur für Sozialarbeitswissenschaft inne. Zu ihren Forschungs- und Arbeitsschwerpunkten gehörten Wohnungslosigkeit und prekäre Lebenslagen, Klassismus, Gemeinwesenarbeit, Gender und Queer Studies sowie Antidiskriminierung. Zuletzt leitete sie das Forschungsprojekt „LSBTIQ+ und Wohnungslosigkeit - queere Perspektiven, Erfahrungen und Bedarfe“.
Durch ihre zahlreichen Funktionen und Aktivitäten innerhalb und außerhalb der Wissenschaft erlangte Claudia Steckelberg bundesweite und internationale Anerkennung in der Sozialen Arbeit. Sie war unter anderem langjähriges Vorstandsmitglied von Klik e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA) und engagierte sich in der Sektion Gender und Queer Studies der DGSA. Darüber hinaus unterstützte und förderte sie Promovierende und wirkte am Aufbau von Strukturen der Promotionsförderung mit, die fortbestehen.
Mehr als zehn Jahre lang leitete Claudia Steckelberg den Masterstudiengang Wissenschaft Soziale Arbeit und prägte ihn maßgeblich. An unserer Hochschule trug sie außerdem entscheidend zur Entwicklung der ersten Antidiskriminierungsrichtlinien bei. Als Antidiskriminierungsbeauftragte setzte sie sich fortwährend und unbeirrt gegen strukturelle Diskriminierung ein.
Mit Claudia Steckelberg verlieren Kolleg*innen, Mitarbeitende und Studierende eine engagierte Wissenschaftlerin und Lehrende, prägende Persönlichkeit und wichtige Verbündete. Sie engagierte sich entschieden für Pluralität, Demokratie, Menschenrechte und Gerechtigkeit. Menschlichkeit war für sie dabei stets von zentraler Bedeutung.
Claudia Steckelberg fehlt. Ihr Tod hinterlässt eine große Lücke.
Unser Mitgefühl gilt ihrer Familie, ihren Angehörigen und allen Menschen, die ihr nahestanden. Wir werden uns an sie erinnern und ihr Andenken in Ehren halten.
Im Namen des Antidiskriminierungsrates, Fachbereichs, der Fachbereichsleitung und der Hochschulleitung
Projekte
Die digitale Werkzeugkiste soll Lehrenden dabei helfen, ihre Lehre diskriminierungskritisch zu gestalten. Gleichzeitig profitieren Studierende, da Themen wie Vielfalt, Chancengleichheit und Antidiskriminierung stärker in die Lehre einfließen. Die Werkzeugkiste bietet praxisnahe Materialien und konkrete Hilfestellungen, die Lehrenden helfen, sensibler mit verschiedenen Perspektiven umzugehen, ein respektvolles Miteinander in Seminaren und Vorlesungen zu fördern und Lehrinhalte kritisch zu reflektieren. Studierende spielen in diesem Projekt eine wichtige Rolle: In Workshops können sie ihre eigenen Erfahrungen teilen und ihre Perspektiven einbringen. Um eine vertrauliche Atmosphäre zu schaffen, werden diese von externen Referent*innen geleitet. Die Erkenntnisse fließen direkt in die Gestaltung der Werkzeugkiste ein. Die fertige Werkzeugkiste wird nicht nur für Lehrende zugänglich sein – sie wird so gestaltet, dass auch Studierende sie nutzen können. Sie soll dazu beitragen, dass Diskriminierung erkannt und thematisiert wird, um ein wertschätzendes Miteinander im Studium zu fördern.
stellvertretende / kommissarische Projektleitung: Prof. Dr. Júlia Wéber
Projektmitarbeit: Henrike Günther
Kontakt: antidiskriminierung@hs-nb.de
- Gefördert durch die Hochschulinterne Förderung von Lehr- und Digitalisierungsvorhaben in Studium und Lehre 2025
Antidiskriminierungsrichtlinie
Mit der Verabschiedung der Antidiskriminierungsrichtlinievom 17.03.2021 verpflichtet sich die Hochschule Neubrandenburg „[…] jede Form von Diskriminierung insbesondere rassistischer, ethnisierender, antisemitischer und antimuslimischer Art sowie Diskriminierung bezogen auf geschlechtliche und sexuelle Identitäten und zugeschriebene bzw. angenommene oder tatsächliche Eigenschaften wie Lebensalter, Religionszugehörigkeit oder Weltanschauung, Behinderung, soziale Herkunft bzw. sozialer Status und andere soziale Stigmatisierungen zu verhindern oder zu beseitigen [...]“ (§1 Antidiskriminierungsrichtlinie der Hochschule Neubrandenburg).
Die Umsetzung der Antidiskriminierungsichtlinie wird vom Antidiskriminierungsrat (ADR) begleitet, gefördert, etabliert und weiterentwickelt. Der Antidiskriminierungsrat berät über präventive und strukturelle Maßnahmen gegen Diskriminierung und ist ansprechbar für weitere Informationen und Anregungen.
Antidiskriminierungsrat (ADR)
Der Antidiskriminierungsrat ist ein ressortübergreifendes Gremium, das einmal im Semester tagt. Die Aufgabe des ADR besteht darin, Empfehlungen für präventive und strukturelle Maßnahmen zu erarbeiten bzw. anzustoßen, die strukturelle, individuelle sowie indirekte Diskriminierungen an der Hochschule beseitigen und verhindern. Der ADR begleitet, fördert und etabliert die Umsetzung der Richtlinie. Außerdem ist der ADR für die Evaluation der Maßnahmen zur Umsetzung der Richtlinie und für deren Weiterentwicklung zuständig (§5 der Antidiskriminierungsrichtlinie). Der ADR als Gremium hat keine Beratungsfunktion.
Mitglieder des Antidiskriminierungsrats
- Prof.in Dr.in Júlia Wéber (in Stellvertretung - Antidiskriminierungsbeauftragte, Kontaktperson)
- Prof.in Dr.in Barbara Bräutigam (Hochschulleitung)
- Dipl.-Päd. Kornelia Kossow (Personalrat)
- Prof. Dr. Marco Ebert
- N.N. (Studentisches Mitglied, Kontaktperson für Studierende)
Antidiskriminierung wird entlang von drei Schwerpunkten umgesetzt
1. Beratungsangebote und Beschwerdeverfahren
Menschen, die Diskriminierung erfahren, diskriminierende Situationen bzw. Ereignisse beobachten oder Unsicherheiten bzw. Fragen haben, können sich vertraulich und anonym an die Beratungsstellen wenden und Beratung erhalten. Hier bekommen Sie auch, wenn gewünscht, eine umfassende Beratung zur Möglichkeit, eine formale Beschwerde über Diskriminierung einzureichen.
2. Sensibilisierung und Empowerment
Für alle Hochschulangehörigen werden Fortbildungen, Veranstaltungen, Workshops sowie Aktionen zur Aufklärung über Diskriminierung angeboten. Insbesondere Menschen, die Diskriminierung ausgesetzt sind, sollen untersützt und gestärkt werden. Für Vorschläge, Wünsche und Ideen sprechen Sie gerne den Antidiskriminierungsrat an.
3. Veränderung von Strukturen, Regeln und Verfahren
Gibt es Rahmenbedingungen, die als diskriminierend erfahren werden? Wie kann das Studieren und Arbeiten an der Hochschule so verändert werden, dass Diskriminierung beseitigt wird? Daran arbeiten wir an der Hochschule und nehmen auch gerne Hinweise dazu entgegen.
Zur Förderung der Geschlechtergerechtigkeit von inter*, trans* und nicht-binären Studierenden gibt es die Möglichkeit, Vornamen und/oder Geschlechtseintrag in der Studierenden- und Prüfungsverwaltung ändern zu lassen, bevor eine offizielle Namens- und Personenstandsänderung nach dem Personenstandsgesetz (PStG) oder dem Transsexuellengesetz (TSG) abgeschlossen ist. Voraussetzung für die vorgezogene Vornamensänderung ist die Einreichung des Antragsformulars und der darin geforderten Nachweise. Das Antragsformular ist in SB-Online unter der Rubrik „Studiumsverwaltung“ zu finden.
Ansprechpersonen für Beratung bei Diskriminierung
Menschen, die Diskriminierung erfahren, diskriminierende Situationen bzw. Ereignisse beobachten oder Unsicherheiten bzw. Fragen haben, können sich vertraulich und anonym an die Beratungsstellen wenden und sich beraten lassen. Betroffenen von Diskriminierung wie auch unterstützenden Personen wird hier die Gelegenheit gegeben, sich auszusprechen. Die beratenden Personen behandeln die Gespräche vertraulich. Sie werden über Möglichkeiten der Unterstützung sowie zum Beschwerdeverfahren informiert. Alle Schritte erfolgen im Einvernehmen mit den Betroffenen und gegebenenfalls den Personen, die die betroffene Person unterstützen.

Pauline Mira Berner
Sozialberatung des Studierendenwerks Greifswald am Standort Neubrandenburg (Raum 268 Haus 1)
Sprechzeit: Montag 14:00-16:00 Uhr
Mail: sb-nb@stw-greifswald.de
Externe Beratungsstellen für die Erstberatung bei Diskriminierung
Alle Angebote sind kostenfrei, vertraulich und auf Wunsch anonym.
- Träger: RAA Mecklenburg-Vorpommern
- Antidiskriminierungs-Beratung bei allen Formen von Diskriminierung
- Adresse: Steinstraße 10, 17389 Anklam
- Tel.: +49 (39 71) 24 49 222,
- E-Mail: adb@raa-mv.de
- Homepage
- Träger: Quo Vadis e. V.
- Beratung für erwachsene Betroffene sexueller Gewalt
- Adresse: Helmut-Just-Straße 4, 17036 Neubrandenburg
- Tel.: 0395 – 570 6661
- E-Mail: bsmaxi@gmx.de
- Homepage
- Beratung bei Problemlagen aufgrund von Diskriminierung innerhalb des Kollegiums (z. B. bei rechtsextremen oder rassistischen Einstellungen)
- Beratung für Betroffene von Diskriminierung
- Tel: 0151-19497301
- E-Mail: neubrandenburg@bbtmv.de
- Homepage
- Beratung bei rassistischen, antisemitischen, homo- und trans*feindlichen Angriffen für Betroffene, Angehörige und Zeug*innen
- Unterstützung bei rechtlichen, finanziellen und psychischen Fragen
- Adresse: Helmut-Just-Straße 4, 17036 Neubrandenburg
- Mobil: 0160 844 21 89, Telefon: 0395 455 07 18
- E-Mail:ost@lobbi-mv.de
- Homepage
Beschwerdeverfahren
Mitarbeitende und Angehörige der Hochschule können gemäß der Richtlinie eine formelle Beschwerde erheben und damit ein Beschwerdeverfahren einleiten lassen. Wenn Sie Diskriminierung erfahren oder beobachtet haben, wird empfohlen, sich zuerst an eine der o. g. Beratungsstelle zu wenden. Hier werden Sie über Möglichkeiten der Unterstützung sowie über das Beschwerdeverfahren informiert.
Kontakt bei einer formellen Beschwerde:
Prorektorin für Studium, Lehre, Weiterbildung und Evaluation
Prof.in Dr.in phil. habil. Barbara Bräutigam
Telefon: 0395 5693 - 1003
Raum 246 / Haus 1
proreksl@hs-nb.de








